Bewegung zu Hause

Während der Krebstherapie wechseln sich Klinikaufenthalte und Zeiten zu Hause häufig ab.
Damit Bewegung auch außerhalb der Klinik möglich bleibt, nutzt BEPPO telemedizinische Angebote.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Bewegung zu Hause funktioniert, welche technischen Voraussetzungen nötig sind und wie Familien dabei unterstützt werden.

ein kleiner Astronaut, der Gewichte stämmt
Übungsutensilien

Wie funktioniert es?

Die Bewegungseinheiten zu Hause finden per Videoverbindung statt – ähnlich wie ein Videotelefonat.

  • Die Einheiten werden von speziell geschulten Bewegungstherapeut*innen angeleitet
  • Termine werden vorab gemeinsam vereinbart
  • Die Übungen sind individuell angepasst an:
    • den aktuellen Gesundheitszustand
    • die Therapiephase
    • das Energielevel des Kindes

Die Therapeut*innen sehen das Kind während der Einheit, geben Anleitungen, passen Übungen an und achten auf Sicherheit.

Es wird angeregt, dass Geschwister oder ein(e) Freund*in als „Peer“, an den Einheiten teilnimmt.

Falls eine Videoeinheit einmal nicht möglich oder nicht gewünscht ist, erstellt das BEPPO-Team individuelle Bewegungspläne für zu Hause, die in Ruhe umgesetzt werden können. Die Therapeut*innen bleiben auch dann im Kontakt und unterstützen bei Fragen.

Technische Anforderungen

Für die telemedizinische Bewegungstherapie braucht es nur wenig Technik:

  • ein Computer, Tablet oder Smartphone
  • eine stabile Internetverbindung
  • eine Kamera und ein Mikrofon (meist im Gerät integriert)
  • etwas Platz zum Bewegen (z. B. im Kinderzimmer oder Wohnzimmer)


Diese finden online via Telemedizin über eine sichere Verbindung auf der BEPPO-Homepage zu individuell vereinbarten Zeiten statt.

Notwendiges Material für die Übungen zu Hause werden über die „BEPPO-Turnbeutel“ zur Verfügung gestellt.

Ein krebskranker Junge, der auf der Station, mit einem Ball um Pylonen dribbelt

Tipps für Eltern

1. Ansprache in der Klinik

Kinder und Jugendliche, die neu an Krebs erkrankt sind, werden in der Klinik über BEPPO informiert. Familien haben ausreichend Zeit, Fragen zu stellen und in Ruhe zu entscheiden.

2. Einverständnis & erste Untersuchungen

Nach Zustimmung finden erste Tests statt. Diese zeigen, wie es dem Kind zu Beginn der Behandlung körperlich und im Alltag geht.

3. Zuteilung per Zufall

Danach erfolgt eine zufällige Zuteilung:

  • entweder zur BEPPO-Bewegungstherapie
  • oder zur üblichen Versorgung der jeweiligen Klinik

Dieses Vorgehen ist wichtig, um die Ergebnisse wissenschaftlich vergleichen zu können.

4. Bewegung über 6 Monate

Kinder in der BEPPO-Gruppe erhalten:

– 3-5 Bewegungseinheiten pro Woche
– in der Klinik und – wenn das Kind zu Hause ist – auch per Telemedizin
– zusätzlich Bewegungsberatungen für die Familie

5. Begleitende Untersuchungen

Während der Teilnahme werden in regelmäßigen Abständen kurze Untersuchungen durchgeführt. So kann gut beobachtet werden, wie sich Bewegung auf Kraft, Mobilität und Wohlbefinden auswirkt.

Alles kann, nichts muss

Die Bewegungseinheiten werden immer an die Tagesform angepasst. Wenn es einem Kind einmal nicht gut geht, wird pausiert oder die Einheit verändert.

Bewegung darf spielerisch sein

Es geht nicht um Leistung, sondern um Bewegung, die gut tut und Freude macht – auch kleine Bewegungen zählen.

Dabeibleiben gibt Sicherheit

Gerade bei jüngeren Kindern ist es hilfreich, wenn eine Bezugsperson in der Nähe bleibt, zuschaut oder mitmacht.

Offen kommunizieren

Bitte sprechen Sie offen mit den Therapeut*innen über:

  • Müdigkeit
  • Schmerzen
  • Sorgen oder Unsicherheiten


So kann die Bewegung individuell angepasst werden.

Bewegung als Teil des Alltags sehen

Die telemdizinische Therapie soll helfen, Bewegung lanfristig und alltagstauglich zu integrieren.