Das Bewegungs-programm

Das BEPPO-Programm ist als strukturiertes, modular aufgebautes Bewegungsangebot konzipiert.
Es begleitet Kinder und Jugendliche während der Krebstherapie sowohl in der Klinik als auch zu Hause.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die zentralen Bestandteile des Bewegungsprogramms und deren Zusammenspiel.

Ein Krebskranker kleiner Junge, der auf der Station mit einer Sporttherapeuthin Ball spielt

Bewegung in der Klinik

Während der stationären oder ambulanten Aufenthalte in der Klinik findet die Bewegungstherapie direkt vor Ort statt.

Die Einheiten werden:

  • von speziell geschulten Bewegungstherapeut*innen durchgeführt,
  • individuell an den aktuellen Gesundheitszustand angepasst,
  • und in enger Abstimmung mit dem medizinischen Team geplant.

Inhalte können sein:

  • Kräftigungsübungen,
  • Mobilisations- und Koordinationsübungen,
  • spielerische Bewegungsformen,

sowie Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen.

Telemedizin zu Hause

Zwischen Klinikaufenthalten oder nach der Entlassung wird das Bewegungsprogramm zu Hause fortgeführt.
Die Bewegungseinheiten finden dabei per Videoübertragung statt.

Diese Form der Betreuung ermöglicht:

  • eine kontinuierliche Begleitung trotz räumlicher Distanz,
  • flexible Terminplanung im Alltag der Familien,
  • und eine sichere Durchführung unter fachlicher Anleitung.

Die Übungen werden so gewählt, dass:

  • sie ohne spezielle Geräte umsetzbar sind,
  • der vorhandene Wohnraum ausreicht,
  • und die Belastung jederzeit angepasst werden kann.
Eine krebserkrankte junge Frau, die gemeinsam mit einem Sporttherapeut, anstrengendere Körpergewichtsübungen durchführt
Ein krankes Kind, das gemeinsam mit einem Trainer, spielerisch Bewegungen übt

Bewegungsberatung

Ein weiterer Bestandteil des BEPPO-Programms ist die individuelle Bewegungsberatung.
Sie richtet sich an die Kinder und Jugendlichen sowie an ihre Familien.

Ziel der Beratung ist es:

  • Fragen zur körperlichen Aktivität zu klären,
  • Sicherheit im Umgang mit Bewegung zu vermitteln,
  • und Bewegung als Teil des Alltags zu fördern.

Dabei geht es nicht um Leistung oder Trainingserfolge, sondern um:

  • realistische Ziele,
  • sichere Bewegungsmöglichkeiten,
  • und den Aufbau von Vertrauen in den eigenen Körper.

Die Beratung unterstützt die Familien dabei, Bewegung langfristig in den Alltag zu integrieren – auch über die Studienphase hinaus.