Die BEPPO Studie
Die BEPPO-Studie ist eine bundesweite Forschungs- und Versorgungsstudie in der Kinderonkologie. Sie untersucht, wie eine strukturierte Bewegungstherapie während einer Krebstherapie sicher umgesetzt und wissenschaftlich bewertet werden kann. Auf dieser Seite erhalten Sie einen zusammenfassenden Überblick über Ziel, Aufbau und Einordnung der BEPPO-Studie.
Gefördert wird das Projekt durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Für die Umsetzung des bundesweiten Forschungs- und Versorgungsprojekts steht eine Fördersumme von insgesamt 7,38 Mio Euro zur Verfügung. Mit der Förderung unterstützt der G-BA die wissenschaftliche Evaluation innovativer Versorgungsformen zur Verbesserung der Behandlung und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen während einer onkologischen Therapie.
Universitätsklinikum Essen
Universitätsklinikum Köln
Kinderklinik Amsterdamer Straße Köln
Kinderklinik München Schwabing
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Charité Berlin
Universitätsklinikum Mainz
Universitätsklinikum Frankfurt
Cnopfsche Kinderklinik Nürnberg
Universitätsklinikum Bonn
Universitätsklinikum Ulm
Universitätsklinikum Jena
Klinikum Stuttgart
BEPPO-Standorte
Insgesamt sind 13 kinderonkologische Studienzentren sowie zahlreiche wissenschaftliche, klinische und gesundheitspolitische Partner an der Umsetzung der Studie beteiligt.
Was ist das BEPPO-Programm?
Das BEPPO-Programm untersucht ein strukturiertes Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche während einer Krebstherapie. Es wird im Rahmen einer bundesweiten Studie an mehreren kinderonkologischen Zentren in Deutschland durchgeführt und ist eng in den medizinischen Behandlungsalltag eingebunden.
Die Bewegungstherapie findet sowohl in der Klinik als auch zu Hause statt und wird durch telemedizinische Angebote ergänzt. Alle Einheiten werden von qualifizierten Therapeut*innen angeleitet und individuell an den Gesundheitszustand, die Therapiephase und mögliche Nebenwirkungen angepasst. Ergänzend unterstützt eine Bewegungsberatung die Familien dabei, Bewegung sicher in den Alltag zu integrieren.
BEPPO ist als wissenschaftlich begleitetes Versorgungsprogramm konzipiert. Parallel zur Bewegungstherapie werden standardisierte Daten erhoben, um zu untersuchen, ob Bewegung Kinder und Jugendliche während einer Krebstherapie unterstützen kann. Ziel ist es, eine sichere, qualitätsgesicherte Bewegungstherapie bereitzustellen und gleichzeitig Grundlagen für eine bessere zukünftige Versorgung zu schaffen.
Warum Bewegung während einer Krebstherapie erforschen?
Eine Krebstherapie stellt für Kinder und Jugendliche eine erhebliche körperliche und seelische Belastung dar.
Neben der Erkrankung selbst können durch die Behandlung Veränderungen auftreten, die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer beeinträchtigen und den Alltag deutlich erschweren.
Bewegung wird in der medizinischen Forschung zunehmend als möglicher Ansatz gesehen, um diesen Belastungen entgegenzuwirken.
Gleichzeitig ist es gerade in der Kinderonkologie besonders wichtig, körperliche Aktivität sorgfältig zu planen, individuell anzupassen und fachlich zu begleiten.
Die BEPPO-Studie untersucht deshalb gezielt, welche Rolle Bewegung während einer Krebstherapie spielen kann, wie sie sicher umgesetzt werden kann und welchen Beitrag sie zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen leisten kann.
Wie Versorgung & Forschung zusammenspielen
BEPPO ist so konzipiert, dass medizinische Versorgung und wissenschaftliche Forschung eng miteinander verknüpft sind.
Die teilnehmenden Kinder erhalten entweder das etablierte Bewegungsprogramm der behandelnden Klinik oder eine strukturierte Bewegungstherapie, die in den Behandlungsalltag integriert ist und gleichzeitig wissenschaftlich begleitet wird.
Während der Versorgung werden standardisierte Daten erhoben, um Veränderungen im Verlauf nachvollziehbar zu erfassen.
Diese Erkenntnisse fließen in die Auswertung der Studie ein und sollen langfristig dazu beitragen, Bewegungstherapie besser in der kinderonkologischen Versorgung zu verankern.
Auf diese Weise verbindet BEPPO die unmittelbare Unterstützung der Patient*innen mit dem Ziel, zukünftige Behandlungsangebote auf eine fundierte wissenschaftliche Grundlage zu stellen.