Tipps für Eltern
1. Ansprache in der Klinik
Kinder und Jugendliche, die neu an Krebs erkrankt sind, werden in der Klinik über BEPPO informiert. Familien haben ausreichend Zeit, Fragen zu stellen und in Ruhe zu entscheiden.
2. Einverständnis & erste Untersuchungen
Nach Zustimmung finden erste Tests statt. Diese zeigen, wie es dem Kind zu Beginn der Behandlung körperlich und im Alltag geht.
3. Zuteilung per Zufall
Danach erfolgt eine zufällige Zuteilung:
- entweder zur BEPPO-Bewegungstherapie
- oder zur üblichen Versorgung der jeweiligen Klinik
Dieses Vorgehen ist wichtig, um die Ergebnisse wissenschaftlich vergleichen zu können.
4. Bewegung über 6 Monate
Kinder in der BEPPO-Gruppe erhalten:
– 3-5 Bewegungseinheiten pro Woche
– in der Klinik und – wenn das Kind zu Hause ist – auch per Telemedizin
– zusätzlich Bewegungsberatungen für die Familie
5. Begleitende Untersuchungen
Während der Teilnahme werden in regelmäßigen Abständen kurze Untersuchungen durchgeführt. So kann gut beobachtet werden, wie sich Bewegung auf Kraft, Mobilität und Wohlbefinden auswirkt.
Alles kann, nichts muss
Die Bewegungseinheiten werden immer an die Tagesform angepasst. Wenn es einem Kind einmal nicht gut geht, wird pausiert oder die Einheit verändert.
Bewegung darf spielerisch sein
Es geht nicht um Leistung, sondern um Bewegung, die gut tut und Freude macht – auch kleine Bewegungen zählen.
Dabeibleiben gibt Sicherheit
Gerade bei jüngeren Kindern ist es hilfreich, wenn eine Bezugsperson in der Nähe bleibt, zuschaut oder mitmacht.
Offen kommunizieren
Bitte sprechen Sie offen mit den Therapeut*innen über:
- Müdigkeit
- Schmerzen
- Sorgen oder Unsicherheiten
So kann die Bewegung individuell angepasst werden.
Bewegung als Teil des Alltags sehen
Die telemdizinische Therapie soll helfen, Bewegung lanfristig und alltagstauglich zu integrieren.